Chaos – Teil2

Hurra Pistons! 🙁

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Von diesen Hydraulikteilen gab es pro vorderen Zeh drei. Am Knöchel fünf, am oberen Knie zwei und drei an der Hüfte. Zum Glück hat der Titan nur zwei Bein.
Jedes Mal anpassen, schneiden ankleben. Von den fünf pro Knöchel ist nicht einer heil geblieben!

Es empfiehlt sich, Kugellager an der Sole anzufeilen damit es ein wenig besser geht.
Relativ einfach (wie gesagt bei mir sind alle an der Fassung gebrochen) geht es, wenn man sie hin und her dreht. Als Kleber unten und in der Verbindung Flüssigkleber und oben Gel-Kleber.

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Zu den Beinen ist nicht viel zu sagen. Ich steckte beide in die Füße und hielt alles grob in Form. Dann legt ich eines ab und zeichnete mit dem Cutter an Knöchelgelenk einen Strich, damit ich die ungefähre Stellung des Beins hatte.

Und dann kam jede Menge Gel-Kleber rein. Was an den Seiten raus quoll, strich ich mit dem Pinselstiel vorsichtig ab. Bei Gel-Kleber und den aktuellen Temperaturen (der Zusammenbau war im Juli) muss man das Bein zum Glück nicht lange festhalten.

Die gleiche Prozedur wandte ich bei dem anderen Bein an, nur achte ich hier noch darauf, dass beide Hüftgelenkte die gleich Höhe erreichten.

Bei meinen geliebten Pistons gab es noch ein kleines Problem. Ich hatte das linke Bein wohl etwas zu weit gestreckt, denn einer der Pistons war zu kurz (roter Pfeil). Da ich aber viele der Anderen gekürzt hatte, musste ich diesen einen nur verlängern.

Um dabei möglicht viel Klebefläche zu bekommen, schnitt ich beide Enden in 45 Gradwinkel an und klebte sie zusammen.
Kein Problem.

Schwieriger war es eines der abgekniffenen Dinger zu finden, die beim abkneifen wild in der Küche rum geflogen waren 😉

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Zwischendurch gab ich den Beinen etwas Zeit zum antrocknen und widmete mich derweil ein paar anderen Stellen, wie zum Beispiel Unebenheiten durch Kleber. Diese feilte ich einfach eben (siehe unten), säuberte sie und male sie anschließen über.

Äh sorry, grobbemalte sie über. Um etwas Zeit zu überbrücken, grundierte ich die letzten Kleinteile für den übernächsten Arbeitsgang und ließ sie auf dem Balkon trocknen und ausmüffeln.

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Nach dem auch die Pistons am rechten Bein angebracht waren, gab ich diesem wieder etwas Zeit zum durchhärten und klebte den Torso (links im Bild) zusammen. Dieser aus sieben Teilen bestehende (Right/Left Carapace, Body Rear, Main Body Assembly, Doorway Right/Left Servitor Schoulder) bereitet dieses Mal weniger Probleme als beim imperialen Gegenstück. Es musste nichts gefeilt oder gesägt werden, sondern alles passte ohne Probleme. Als ‚Füllkleber‘ nutze ich Uhu und der Rest bekam die volle Ladung Gel. Damit hatte ich dann mit der Halben vom Anfang und der neuen von gestern 1,5 von den Gel-Dingern verbraten und musste meine allerletzte Tube anbrechen.

Hatte ich beim letzten Mal nicht 10 von den Dingern gekauft, wo sind die nur hin? Da stand in der kommenden Woche wohl ein Besuch beim Baummarkt an. War ja aber eh für die Base geplant.

Zurück zum Torso des Titans. Damit ich das nicht die ganze Zeit halten musste, beauftragte ich den Hilfsarbeiter Gummiband mit dem Job.

Jetzt kam der Moment der Wahrheit. Der Zusammenbau von Beinen, Hüfte und Hip Joint (das sind die Kugeldinger, die Hüfte und Beine verbinden). Über die Hip Joint legt man zum Einen die Beinstellung fest, also das seitlich nach außen drehen des Beins, und zum Anderen auch die Neigung des Torsos.

Beabsichtigt war, dass der Torso leicht nach vorn gebeugt und der Kopf wieder etwas nach oben angebracht wird (also nicht grade am Torso). Dies sollte so was wie hochgezogene Schultern darstellen, währen der Kopf lauernd in die Ferne schaute. Würde man den Kopf gerade am Torso anbringen schaut der Titan auf den Boden, als würde er sich schämen oder schauen ob seine Schnürsenkel offen sind (diese Stellung hatte ich schon auf einigen Bilder gesehen, noch dazu waren dann auch die Waffen nach unten gerichtet! Das wirkte einfach nur blöd!).
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Hier sieht man die Beinstellung von der Seite. Der Karatestand kommt doch rüber, finde ich.

Beim Zusammen musste ich tatsächlich etwas tricksen. Nicht weil die Beine ungleich hoch waren, sondern weil die Hip Joints unglücklich angebracht waren. Die Neigung des Torsos wäre, bedingt durch die Hüfte, so zu groß gewesen, darum positioniert ich das rechte Bein etwas anders als ursprünglich gedacht. Ich zog es etwas hoch, so als würde der hinter Fuß für den nächsten Schritt bereits angehoben (man beachte die Feile, die da wie zufällig unter der Rear Toe liegt).

<Im Nachhinein entschied ich mich dafür den hinteren Fuß aufzusetzen und den vorderen Fuß anzuheben. Dies bewerkstelligte ich einfach mit der Base. So reduzierte ich die Neigung noch zusätzlich.>

Das ist aber nicht weiter schlimm. Etwas Sorgen machte mir allerdings dann doch der Stand. Es sah gut aus, ohne Frage, doch war ich mir bei dem Gewicht das auf den Beinen ruhen würde nicht ganz sicher. Während die Beine beim imperialen Titan den Druck direkt auf die Resin-Teile darunter abgaben, ruhte hier die Last auf den Gelenken.

Beim rechten (hintern) Bein eindeutig die beiden Kniegelenke aber auch das Fußgelenk, weil es möglicherweise eine Zug nach vorne geben könnte. Und beim linken Bein das Fußgelenk. Der Druck auf das rechte Bein ließ sich durch die Lower Leg Armour abmildern, die hier das Bein stützten könnte. Oder ggf. bringe ich hinter den Panzerung eine kleine Eisenstange unter, die das Bein unsichtbar abstützt. Doch Links, würde sich das wohl nicht machen lassen.

Vielleicht war ich auch nur etwas zu vorsichtig, mal sehen was am Ende an Gewicht beim Torso zusammen kommt. Zur Not ließ sich sicher auch noch mit der Base tricksen, wenn es doch zu viel sein sollte.

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Das war es wieder! Bunte und verklebte Finger, Küche mieft, ich mache Schluss für heute. Das waren jetzt so ca. 4,5 Stunden Arbeit (diese Seite nicht mitgerechnet). Mal sehen ob ich unter der Woche etwas Zeit zum weitermachen einplanen kann.

ENDE DES 2. TEILS

 

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