Airbrush Upgrades

Als der blöde Wecker mich heute morgen aus meinen Träumen von einer Kriegs, Religions und Geld freien und damit friedlichen Welt riss, regnetet es in strömen und ich entschied mich, den Wecker auszumachen, nicht zum Bogenschießen zu fahren, und einfach da weiter zumachen wo ich eben gewesen war.
Klappte nicht; ich schlief aber dennoch wieder ein.
Beim nächsten Wachwerden schien die Sonne – Pech, war zu spät zum Bogenschießen, aber eine gute Gelegenheit für meinen ersten ernsthaften Airbrush-Versuch mit der neuen Ausrüstung.

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Da meine alte Sogolee – Gun durch eine verrostete Feder und etwas verbogener Nadel Ersatzteile benötigte, ging ich vorletzte Woche zum Revell-Händler um die Ecke. Die Konversation gestaltet sich, ich will nicht sagen unfreundlich, aber nicht sehr hilfsbereit. Ich wollte eine neue Feder und er wollte wissen für welche Gun. “So eine Gun würde er nicht führen und die Revell hätte so etwas auch gar nicht”. Dann überlegte er kurz: “Doch vielleicht innen”.

Guuut erkannt, dachte ich, ohne Feder wäre eine Farbregulierung auch schlecht möglich. “Müsste ich bestellen”, meinte er. 

Zweiter Versuch einen Adapter von dem 1/4 auf 1/8-Anschluss des Wasserabscheiders (Revell). “Müsste ich bestellen”. Einen Schnellverschluss 1/8 Zoll? “So etwas gibt es nicht von Revell, müsste ich bestellen”. 

Wie lange wäre die Lieferzeit? “Zwei bis drei Wochen.” Ich bedankte mich und entschied mein Glück mit Amazon zu versuchen.

Liebe Händer, nicht Amazon allein macht euer Geschäft kaputt, das bekommt ihr scheinbar auch gut alleine hin.

Ich bestellte eine edle Evolution Silverline, Ersatznadeln, einen 1/8 Zoll Schlauch, 1/8 zu 1/4 Zoll Adapter, Schnellverschlüsse aus China (kein Witz, die sind noch unterwegs), Reinigungszeugs und ein Air Brush Kit mit 6 Guns von Agora-Tec. Letzteres wird witziger Weise als Bodypainting Set angepriesen. 

Bis auf die Schnellverschlüsse war alles binnen 1-3 Tagen da. 

Oben im Bild sieht man die Evolution mit 1/8 Zoll Schlauch. Der aller erste Versuch damit und der 1/16 – Revell-Schlauch + Übersetzung war nicht so glücklich.

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Der erste Test vorletzte Woche mit 1/16 – Schlauch, Adapter und 0,2 mm Nadel und selbst verdünnter GW-Farbe ging gar nicht.

Heute, zweiter Test: GW-Airbush-Silber an den Modellen für Volker und dem Warlord-Titan-Kopf. Resultat: Die GW Farbe ist etwas zu dünn dafür. Die Sogolee – Gun kam damit mehr oder minder klar, die Evolution mit 0,4mm Nadel handhabt sich völlig anders, da sie einen Arbeitsdruck vom 0,6, bis 2,5 hat. Die Alte ging von 1,6 bis Volldampf 4,0.

Hier muss ich also noch etwas üben. Ich wechselte vorerst auf die sichere Seite und nutzte Tamiya-Farbe, statt GW. Silber ist ja eh immer etwas tricky.

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Als nächstes die endlich eingetroffenen Teile von Forge World. Auch hier zeigte sich, GW-Farbe und meine bisherige Arbeitsweise passten nicht so recht zusammen. Die rote Farbe bildete (wie Silber) beim normalen sprühen größere Farbansammlungen (Tröpfchen) statt eine glatte Fläche. Es stimmt also das Luftdruck/Farbmischverhältnis nicht.

Erst beim halb gedrückt halten ohne zurückziehen des Hebels ging es gut, also alles mit viel weniger Druck als bei der Alten.

Ich werde morgen mit ein paar Blatt Papier mal etwas experimentieren, auch mit entsprechendem Kompressorluftdruck.

Zur Reinigung:

Die alte Gun hatte nur eine Kappe und ‘nen Kopf, die Düse ging gar nicht mehr raus, da ich nicht das Werkzeug dafür hatte. Die Kappe der neuen Gun besteht aus drei Teilen: Nadelkappe, Luftkopf und Düse mit O-Ring, alles einfach abschraubbar. Mit anderen Worten man kann die Evolution komplett zerlegen und die Nadel beim Reinigen auch nach vorne heraus entfernen und zieht damit nicht die Farbe nach hinten durch das gesamte Gehäuse.
Die Sogolee hatten einen festen Fließbecher, man musste also darin rumstochern um die Farbe raus zu wachen, die Evolution hat einen abschraubbaren Becher. Alles geht also etwas leichter, außer die Nadelkappe. Hier muss man mit nem Zahnstocher durch die seitlichen Löcher schubbern, was aber auch vertretbar ist.

Schaun wa mal, was sich morgen tut.

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